Im Alter bis etwa 8 Jahren findet die Grundprogrammierung des motorischen Systems statt. Koordinative Basisfähigkeiten entstehen hier und sind später nicht nachholbar. Ohne dieses Fundament ist eine spätere technisch-präzise Entwicklung nur eingeschränkt möglich.
Kurz gesagt: Bewegungslernen/Bewegungskontrolle ist das „Betriebssystem“, bevor die „Apps“ Skisprung und Nordische Kombination installiert werden können.
Kinder müssen zuerst Bewegungslernen lernen! Sie müssen viele verschiedene Bewegungen kennenlernen, bevor sie die "richtige" Skisprung- oder Langlauftechnik lernen können.
Der Körper lernt, Bewegungen zu kontrollieren:
Das Kind lernt, seinen Körper zu steuern - erst grob, dann fein:
Folgende Ziele stehen dabei im Mittelpunkt:
Koordination bezeichnet die Steuerungs- und Regelungsprozesse von Bewegungen und ist damit die Grundlage jeder sporttechnischen Ausführung (Meinel & Schnabel, 2007). Technik wiederum ist nichts anderes als ein stabilisiertes und präzise ausgeprägtes Koordinationsmuster für eine bestimmte Bewegungssituation (Hirtz, 1985).
Grundsätzlich bilden Koordination und Technik im Skispringen und in der Nordischen Kombination eine untrennbare Einheit.
Aufbau einer breiten motorischen Handlungskompetenz:
Kinder sollten bis ca. 8 Jahre grundlegende Bewegungsformen sicher beherrschen, um später skispezifisch präzise Technik zu entwickeln.
Die Schulung im Altersbereich bis 8 Jahre erfolgt ausschließlich über spielerische, freudvolle und erlebnisorientierte Methoden. Spiel ist die Lernform. Technische Elemente werden nicht erklärt oder korrigiert, sondern entstehen implizit aus Bewegungsvielfalt, Spaß und natürlichen Herausforderungen.
Folgende zentrale Grundfertigkeiten sollten Kinder bis 8 Jahre beherrschen:
Neben den allgemeinen koordinativen Grundlagen sollen Kinder im frühen Alter einfache skisportspezifische Grundfertigkeiten erlernen. Diese dienen nicht der Technikschulung, sondern der spielerischen Entwicklung eines ersten Gleit-, Sprung- und Bewegungsgefühls im Schnee.